Lesenswertes von Schlipf.

Unser Firmeninhaber Andreas Schlipf veröffentlicht als Fachautor wissenswerte Artikel in diversen Fachmagazinen.

ASC- Software Suite – die Lösung für datenhungrige Manager.

 

Bereits seit 20 Jahren betreibt Andreas Schlipf ein Ingenieurbüro, das sich auf Softwareentwicklung und Visualisierung im Bereich der Holzwerkstoff-Industrie spezialisiert hat. Er verfügt über einen breiten Erfahrungsschatz, was die Entwicklung von Software in der Prozessleittechnik betrifft. Durch Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge (IOT) steigt der Informationsgehalt enorm und dadurch wächst der Hunger nach Auswertungen, Datenzusammenstellungen und Analysen. Performance Indicator- Berechnungen sollen online die Produktivität anzeigen. Diese Herausforderungen können mit einer industriellen Datenbankanwendung (ASC-Softwaresuite) gemeistert werden.

Stand der Dinge in der Holzwerkstoff-Industrie
Die unterschiedlichen Kommunikationstandards und ungeklärte Sicherheitsfragen gegenüber Cyber-Kriminalität und beim Schutz von Know-How sind nach wie vor die großen Hürden, welche genommen werden müssen, um der Industrie 4.0 näher zu kommen. Mit OPC-UA etabliert sich der Standard in der Kommunikation zwischen Maschinen untereinander und Maschinen zu Bedienungssystemen. Die Holzwerkstoff-Industrie allerdings ist geprägt von Maschinen-Parks älterer Generationen, die überwiegend mit SPS-Steuerungen ausgestattet sind. Diese können an vorhandene Bediensysteme angeschlossen werden. Somit ist die Voraussetzung geschaffen, dass Daten ausgewertet werden können.

Standardisierung in der Holzwerk-Industrie – Ist dies überhaupt möglich?
Auch wenn immer wieder versucht wird, den Anlagebetreibern glaubhaft zu machen, dass alles zentral in einem System gelöst werden kann, müssen bis dahin zuerst einmal innerbetriebliche Datensysteme integriert und der Datenfluss mit einer einheitlichen Terminologie versehen werden.

Zu den Anlagen der Holzwerkstoff-Industrie gehören heute die Operationsebene, die sich aus Steuerungssystemen und Visualisierungssystemen zusammensetzt, und die IT-Ebene bestehend aus verschiedenen ERP-Systemen. Die Zusammenführung der beiden Ebenen hat bisher nur sporadisch stattgefunden oder wurde aus Investitionskostengründen nicht durchgeführt. In den meisten Fällen werden die Daten immer noch manuell von der Operationsebene in Excel-Tabellen geschrieben und dann dem ERP-System hinzugefügt.

Weniger häufig sind Produktionsdatenbanken, die dann als Schnittstelle zwischen der Operationsebene und dem ERP-System benutzt werden. Standard Manufacturing Execution Systeme (MES) werden hin und wieder eingesetzt, jedoch mit geringem Erfolg, da die Anforderungen in der Holzwerkstoff-Industrie zu speziell sind und somit vom Standard abweichen. So handelt es sich beispielsweise beim Auftragsdatenmanagement einer Mehretagen-Presse um eine komplexe Datenverarbeitungsaufgabe, welche sehr individuell an den jeweiligen Prozess angepasst werden muss. Deshalb ist Individualprogrammierung hierbei um einiges zielführender und effizienter.

ASC-Softwaresuite als Schritt in Richtung Industrie 4.0

Mit der ASC-Softwaresuite stellt das Ingenieurbüro Andreas Schlipf eine Plattform zur Verfügung, mit der Spezialanwendungsgebiete der Holzwerkstoff-Industrie wie Ein- und Mehretagen-Beschichtungspressen, Imprägnierkanäle und kontinuierlich arbeitende Rohspan- und Laminatpressen optimal in den Daten- und Organisationsfluss integriert werden können. An jedem dieser Anlagentypen gelten andere Voraussetzungen in der Auftragsbearbeitung. Die ASC-Software ist ein System, das aus Standard-Komponenten besteht, die individuell an die Belange der Produktionsanlagen, deren Informationsfluss und Automatisierungssystem angepasst sind. Es existieren dabei Schnittstellen zu OPC-UA-Servern, Datenbanken, SAP-Systemen und MES-Systemen.

Das System ist nun seit mehr als 15 Jahren im Einsatz und ist somit optimal für alle Produktionsabläufe im alltäglichen Einsatz geeignet. Mit dem jüngst entwickeltem Modul ASConline werden Performance Indikator wie z.B. der Pressfaktor einer Holzwerkstoff-Presse online berechnet und in den Visualisierungssystemen angezeigt. Dadurch erhält der Anlagenbediener ein direktes Feedback seiner Leistung.

Es ist also notwendig die Brücke zwischen Operationsebene und IT-Ebene zu schlagen und diese sehr breit auszubauen, da alle vorstellbaren Informationen ausgewertet werden sollen. Nur darauf zu warten, dass ein Standard-System alle Probleme lösen kann, ist eher verlorene Zeit. Der Vielfältigkeit und Individualität der Holzwerkstoffindustrie kann man nur mit einer flexiblen individuellen Softwarelösung begegnen.

 

Artikel erschienen im Fachmagazin: HK Holz- und Kunststoffverarbeitung
Autor: Dipl.-Ing. (BA) Andreas Schlipf, Neustadt

 

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